Stellungnahme Dialog der Bünde

Der Dialog der Bünde ging 2013 aus der kritischen Reflexion des Konzepts der „Offenen Burg“ der Burg Ludwigstein als überbündischem Begegnungsort hervor. Die BdP-Bundesleitung nimmt Stellung bezüglich der Entwicklung des Dialogprozesses.

Stellungnahme der BdP-Bundesleitung zum Dialog der Bünde

Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) e.V. ist sich seiner Verantwortung für die Burg Ludwigstein als überbündischer Begegnungsort bewusst. Unser Ziel war es seit Jahren, auf eine kritische Auseinandersetzung mit der Erklärung zur „Offenen Burg“ durch die Verantwortlichen hinzuwirken. Darauf haben der BdP-Bundesvorstand und andere BdP-Mitglieder in persönlichen Gesprächen mit Burg-Verantwortlichen immer wieder hingewiesen.

Aus dem selben Grund haben wir zusammen mit der Waldjugend auf der Ordentlichen Mitgliederversammlung der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein (VJL) im Jahr 2013 einen Antrag gestellt, aus dem der so genannte Dialog der Bünde hervorging. Die BdP-Bundesleitung sieht es als erfreuliche Entwicklung an, dass ein Reflexionsprozess der Burg-Verantwortlichen stattgefunden hat. Parallel zum Dialog der Bünde haben sich die Stiftung Jugendburg Ludwigstein, das Archiv der deutschen Jugendbewegung, die VJL und die Jugendbildungsstätte Ludwigstein in mehreren Schulungen zum Thema ,,Grauzonen des Rechtsextremismus” weitergebildet und ihre Position kritisch überdacht.

Im Zuge dieses Reflexionsprozesses haben die Burg-Gremien ihre Haltung neu formuliert
und sich mit der Neudefinition der jugendbewegten Begegnungsstätte Burg Ludwigstein beschäftigt.
Auf der Ordentlichen Mitgliederversammlung der VJL im Jahr 2014 wurden die Ergebnisse vorgestellt.
Das vorliegende Resultat sehen wir als ersten Erfolg an. So ist der Reflexionsprozess der Burg-Gremien ausdrücklich zu begrüßen. Der Kriterienkatalog zum Zugang der Bünde auf die Burg Ludwigstein ist ein Ergebnis, welches sich jetzt behaupten muss. Wir werden diese Entwicklung weiterhin kritisch begleiten. Dabei setzen wir weiter auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Burg-Gremien.

Jedoch sehen wir den von uns mit initiierten Dialogprozess nach den bisherigen Erfahrungen nicht als geeignet an, die Situation auf der Burg weiter positiv zu beeinflussen. Vielmehr bestehen mittlerweile durch den Dialog der Bünde regelmäßiger Kontakt zu den kritisierten Bünden und ein gemeinsamer öffentlicher Auftritt; beides wünschen wir so nicht und es schadet unserer Ansicht nach dem Ansehen des BdP.

Demnach sehen wir keinen Grund mehr, am so genannten Dialog der Bünde teilzunehmen und erklären hiermit unseren Austritt. Außerdem legen wir wert darauf, aus oben genannten Gründen nicht weiter mit den kritisierten Bünden genannt zu werden. Dazu gehört auch, dass der BdP nicht mehr auf der Homepage des Dialogs der Bünde genannt werden darf.

Die Stellungnahme gibt es hier nochmal zum Download.