Jamboree und World Moot: Was ist das denn?

Alle vier Jahre treffen sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus aller Welt zum Jamboree - einem riesigen Zeltlager. 2011 reisten rund 40.000 Jugendliche und junge Erwachsene nach Rinkaby in Schweden, um dort das 22. World Scout Jamboree zu erleben und zu gestalten. König Carl XVI. Gustav von Schweden – zugleich Ehrenpräsident der World Scout Foundation – besuchte das Lager gemeinsam mit Königin Silvia.

Nur 13 Jahre nach der Gründung der Pfadfinderbewegung fand 1920 das erste dieser Treffen statt, bereits damals kamen rund 8.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder zusammen - auch aus Ländern, die im Ersten Weltkrieg noch verfeindet waren. Während des Zweiten Weltkriegs fiel das Jamboree aus, doch 1947 kamen Pfadfinderinnen und Pfadfinder wieder zusammen zu einem Zeltlager, das als „Jamboree of Peace“ in die Geschichte einging.

Und wo treffen sich Pfadis aus aller Welt das nächste Mal? 2015 in Kirarahama in Japan, 2019 dann in New River George in den USA. Übrigens: Woher das Wort „Jamboree“ stammt, ist umstritten: Einige vermuten einen Zusammenhang mit dem Verb „to jam“ (zusammen­quetschen oder zusammendrängen). Das passt ganz gut, denn bei 40.000 Pfadfinderinnen und Pfadfindern auf einem Haufen kann’s schon mal etwas eng werden.

Die Ranger/Rover - die 16- bis 25-Jährigen - treffen sich ebenfalls regelmäßig zum sogenannten World Scout Moot, wobei das Wort Moot "Versammlung" bedeutet. 2013 trafen sich zuletzt in Kanada 2.436 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus 98 Nationen.