Mitreden. Einmischen. Verändern.

Der BdP trifft sich zur 49. Bundesversammlung: „Ich freue mich, dass ihr alle da seid. Dieser Satz hat nach den letzten 1,5 Jahren nochmal eine ganz andere Bedeutung bekommen.“, so unser Bundesvorsitzender Guschtl.

Diese Zeit habe auch gezeigt, dass Pfadfinder*innen Schwierigkeiten nicht ausweichen. Nichtsdestotrotz freue er sich, dass die 86 Delegierten aus ganz Deutschland das Jahresprojekt „Endlich wieder raus – Endlich wieder Pfadfinden“ auch an dieser Stelle leben könnten.

Ein vakanter Posten im Bundesvorstand konnte während der Versammlung leider nicht besetzt werden, dafür wurde aber ein neues Mitglied in die Bundesleitung berufen. Ab sofort wird die Politische Bildung durch die weitere Bundesbeauftragte Isabel Sax (LV Bayern) gestärkt.

Gedankt wurde Krake, ehemalige BB Ausbildung, Stefan, ehemals BB R/R-Stufe und die beiden zum Sommer zurückgetretenen BBs Wölflingsstufe Nena und Jule für ihr Arbeit und ihren Einsatz in der Bundesleitung. Für Jule erklang dann auch ein Wolfskanon in der Immenhäuser Jahnsporthalle.

Außerdem wurde unsere langjährige ehemalige Bundesgeschäftsführerin Jacky verabschiedet. Sie gab uns mit, inhaltlich auf einem sehr guten Weg zu sein - mit Projekten wie „Endlich wieder raus“, bei dem der BdP den Wiedereinstieg in die Gruppenarbeit nach der Corona-Pandemie unterstützt und mehr Mitglieder gewinnen möchte, sowie dem Aufarbeitungsprojekt „Echolot“. Damit möchte der BdP die Kultur des Schweigens mit Blick auf sexualisierte Gewalt in der Vergangenheit brechen und eine kritische Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt im eigenen Verband befördern. Anfang des Monats wurden Betroffene öffentlich aufgerufen, sich zu melden. „Die Öffentlichkeit nimmt wahr, dass wir uns selbst damit beschäftigen. Das geht in die Geschichtssschreibung des BdP ein.“, so Jacky. Darüber hinaus unterstrich sie am eigenen Beispiel, dass der BdP Chancen auf jeder Ebene biete!

Inhaltliche Arbeit und zentrale Beschlüsse der Bundesversammlung

Auch die inhaltliche Arbeit kam während des Wochenendes nicht zu kurz: So beschäftigte sich ein Teil der Versammlung mit der Frage, wie der BdP noch nachhaltiger werden kann und wie dieses auch in die Ortsgruppen getragen werden kann. Im Rahmen eines Prozesses zur Verbandsentwicklung wurde ein kritischer bzw. frischer Blick auf die Pädagogische Konzeption, einer der Grundlagentexte für die Arbeit des BdP, geworfen. Ein weiterer Workshop diskutierte die Rolle des BdP als politischem Akteur.

Neben vielen Satzungsänderungen, die sich zum Teil bedingt aus den pandemiegeschuldeten Erfahrungen mit den beiden vergangenen digitalen Bundesversammlungen in 2021 ergaben, beschlossen die Delegierten nach intensiver Diskussion, dass auf dem Bundeslager 2022 und allen damit in Verbindung stehenden Veranstaltungen von Seiten der Veranstalter*innen auf Landes- und Bundesebene eine rein fleischfreie Verpflegung angeboten wird. An dem alle vier Jahre stattfindenden Großereignis werden ca. 5.000 Pfadfinder*innen aus ganz Deutschland teilnehmen. Die Versammlung sieht in einem Fleischverzicht eine wichtige Stellschraube, um zu einer Klimaneutralität der Veranstaltung beizutragen. Im Fokus stand also insbesondere die klimatische Nachhaltigkeit, mit der Pfadfinder*innen sich schon lange beschäftigen. Man möchte im Verband über diese Selbstverpflichtung eine Diskussion anregen.