Jamboree und World Moot: Was ist das denn?

Alle vier Jahre treffen sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus aller Welt zum Jamboree - einem riesigen Zeltlager, das jedes Mal in einem anderen Land und auf einem anderen Kontinent stattfindet. 2015 reisten rund 40.000 Jugendliche und junge Erwachsene nach Kirara-hama im Westen Japans, um dort das 23. World Scout Jamboree gemeinsam zu erleben und zu gestalten.

Nur 13 Jahre nach der Gründung der Pfadfinderbewegung fand 1920 das erste dieser Treffen statt. Bereits damals kamen rund 8.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder zusammen - auch aus Ländern, die im Ersten Weltkrieg noch verfeindet waren. Während des Zweiten Weltkriegs fiel das Jamboree aus, doch 1947 kamen Pfadfinderinnen und Pfadfinder wieder zusammen zu einem Zeltlager, das als „Jamboree of Peace“ in die Geschichte einging.

Und wo treffen sich Pfadis aus aller Welt das nächste Mal? 2019 geht es unter dem Motto "unlock a new world" zum 24. Jamboree nach New River George in den USA. Übrigens: Woher das Wort „Jamboree“ stammt, ist umstritten: Einige vermuten einen Zusammenhang mit dem Verb „to jam“ (zusammen­quetschen oder zusammendrängen). Das passt ganz gut, denn bei 40.000 Pfadfinderinnen und Pfadfindern auf einem Haufen kann’s schon mal etwas eng werden.

Die Ranger/Rover - die 16- bis 25-Jährigen - treffen sich ebenfalls regelmäßig zum sogenannten World Scout Moot, wobei das Wort Moot "Versammlung" bedeutet. 2017 trafen sich zuletzt in Island 5.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus 106 Nationen.