Jamboree und World Moot: Was ist das denn?

Alle vier Jahre treffen sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus aller Welt zum Jamboree - einem riesigen Zeltlager, das jedes Mal in einem anderen Land und auf einem anderen Kontinent stattfindet. 2019 werden rund 1.300 deutsche Pfadfinderinnen und Pfadfinder als gemeinsames Kontingent nach West Virginia, USA reisen, um dort mit 45.000 anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus 150 Ländern, um das 24. World Scout Jamboree gemeinsam zu erleben und zu gestalten.

Jamboree bedeutet Spaß, Abenteuer, fremde Kulturen, internationaler Austausch und viele neue Freunde aus der ganzen Welt. Das Ziel eines Jamborees ist es, Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus aller Welt zusammenzubringen, um Frieden und gegenseitiges Verständnis für verschiedene Kulturen zu schaffen. Bei einem Jamboree dabei zu sein ist definitiv ein Highlight in jedem Pfadfinderleben. Jamborees haben eine lange Tradition; sie wurden von Pfadfindergründer Lord Robert Baden-Powell ins Leben gerufen.

Nur 13 Jahre nach der Gründung der Pfadfinderbewegung fand 1920 das erste dieser Treffen statt. Bereits damals kamen rund 8.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder zusammen - auch aus Ländern, die im Ersten Weltkrieg noch verfeindet waren. Während des Zweiten Weltkriegs fiel das Jamboree aus, doch 1947 kamen Pfadfinderinnen und Pfadfinder wieder zusammen zu einem Zeltlager, das als „Jamboree of Peace“ in die Geschichte einging.

Übrigens: Woher das Wort „Jamboree“ stammt, ist umstritten: Einige vermuten einen Zusammenhang mit dem Verb „to jam“ (zusammen­quetschen oder zusammendrängen). Das passt ganz gut, denn bei 40.000 Pfadfinderinnen und Pfadfindern auf einem Haufen kann’s schon mal etwas eng werden.

Die Ranger/Rover - die 16- bis 25-Jährigen - treffen sich ebenfalls regelmäßig zum sogenannten World Scout Moot, wobei das Wort Moot "Versammlung" bedeutet. 2017 trafen sich zuletzt in Island 5.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus 106 Nationen.